Die Anzahl der Unternehmen, die ihre Cyber-Versicherungspolicen mehrfach genutzt haben, steigt an, jedoch werden die Deckungen teurer und weniger umfassend.

Unternehmen müssen ihre Cyber-Versicherungspolicen neu bewerten, da bedeutende Sicherheitsverletzungen und steigende Auszahlungen dazu geführt haben, dass Versicherer höhere Prämien verlangen und gleichzeitig weniger Deckung gewähren. Dadurch sind viele Organisationen unvorbereitet für den Fall einer Verletzung oder eines Sicherheitsvorfalls.

Während zwei Drittel der Unternehmen (69 %) ihre Prämien im letzten Jahr um mehr als 50 % steigen sahen, fühlen Unternehmen immer noch die Notwendigkeit, Policen abzuschließen. Überwiegend entscheiden sie sich dafür, mehr Budget für die Zahlung der Erhöhungen bereitzustellen, so der Bericht „2023 State of Cyber Insurance“, der in dieser Woche von der Access-Management-Firma Delinea veröffentlicht wurde. Der Grund für den anhaltenden Anstieg der Prämienkosten und strengeren Bedingungen: Die meisten Unternehmen (80 %) haben mindestens eine Schadensmeldung bei ihrem Cyber-Versicherungsanbieter eingereicht, seitdem sie eine Police abgeschlossen haben, wobei 47 % ihre Cyber-Versicherung mehrfach genutzt haben, so der Bericht.

Insgesamt haben die Versicherer ihre Kosten und Prämien an den aktuellen Markt angepasst, wobei Sicherheitsverletzungen die Kosten in die Höhe getrieben haben, sagt Joseph Carson, Chief Security Scientist und beratender CISO bei Delinea.

„Versicherungsunternehmen waren nicht auf die hohe Auswirkung und die hohe Häufigkeit von Cyber-Sicherheitsvorfällen vorbereitet“, sagt er. „Jetzt, da sie bessere Daten haben, um qualitativ bessere Entscheidungen zu treffen, und da sich der Markt weiterentwickelt, können sie nun risikobasierte Entscheidungen auf Grundlage quantifizierter Daten treffen, was bedeutet, dass die Prämien höher sind und die Deckung ausreicht, um sich zu erholen.“